Permakultur

Als Erfinder des Begriffes Permakultur und der Idee die dahinter steckt, wird Bill Mollison angesehen. Er schrieb:

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„Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie, der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“
ursprüngliche Definition der Permakultur nach Bill Mollison


Mit der Natur zu arbeiten ist eines der Kernprinzipien der Permakultur. Es ist das Prinzip die Natur zu nutzen und durch Beobachtung zu besseren Ergebnissen zu kommen.

Was bedeutet das? Wenn ich einen Garten anlege dann bedeutet das diesen Garten zuerst einmal zu betrachten. Welche Ecke hat wie lange Sonne. Wie ist die Bodenbeschaffenheit. Wie sieht es mit Wasser aus usw. Eine Bestandsaufnahme.

Danach wird das Gelände eingeteilt in Zonen. Zonen die vereinfacht um das Haus herum verlaufen und sich danach richten wie häufig dieser Ort besucht wird.

Permakultur ist aber heute mehr als das Schaffen eines Garten-Systems. Es ist ein Konzept zur Schaffung von dauerhaften, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen. Die Bandbreite reicht dabei von Energiewirtschaft bis hin zu sozialen Strukturen.

Permakultur betrachtet System in all ihren Funktionen und hat nicht nur ein Augenmerk auf einen bestimmten Ertrag.

Am Anfang möchte ich aber eingehen auf das wofür Permakultur stand - die Gestaltung der Landschaft.
Niemand sollte dabei daran denken der Natur ins Handwerk zu pfuschen. Es geht hier mehr darum eine von Menschen geschaffene Umgebung wieder so umzuwanden, dass sich die vorhandenen Komponenten stützen und weiter entwickeln können. Dazu gehört z.B. das Niederschlagswasser zu sammeln, benutzen und langsam in die Erde zurück zu geben. Ein Stück Land wird zunächst unter dem Gesichtspunkt der Zonierung betrachet.

Zone Bedeutung
0 Wohnzone (0 gibt es bei Mollison nicht)
1 Hier werden Kräuter und Pflanzen angebaut die täglich verwendet werden oder gepflegt werden.
2 Gartenbeete die nicht intensiv gepflegt oder genutzt werden aber auch z.B. Geflügel
3 Getreide, Kartoffelpflanzen die wenig Pflege benötigen und zum gleichen Zeitpunkt geerntet werden können
4 Wiesen, Obstbäume, wenig Pflege und Ernte über einen kleinen Zeitraum
5 Wildniszone. Dürfte in den meisten Gärten sich auf eine verwilderte Brennesselecke beschränkt sein.

Die Zonen verlaufen nicht zwangsläufig als Kreise um den Wohnort, sondern richten sich auch nach dem Gelände und z.B. einfach nach der Tür die die Bewohner benutzen.

Permakultur Planer betrachten Systeme. In diesen Systemen sollen sich alle Systembeteiligt ergänzen und voneinander profitieren,

An dieser Stelle möchte ich noch auf Sepp Holzer verweisen, der als erster im deutschsprachigen Raum diese Idee unabhängig von Mollison entwickelt hat. Erst Jahre später hat er dann auf Bitten sein System auch Permakultur genannt (Holzersche Permakultur).

Diese Seiten sind wie ein Buch aufgebaut. In den einzelnen Kapiteln werden nach und nach die unterschiedlichen Themen beleuchtet.