evil yet convenient

"Order from (evil yet convenient)" das war ein Hinweis auf einer Seite deren Newsletter heute in meinem Posteingangsfach war. Es wurde ein neu erschienenes Buch beworben. "Böse aber günstig" ist das nicht die Entschuldigung für eine Menge an Handlungen die wir täglich vornehmen? Facebook muss in Amerika 5 Mrd. Strafe (SZ von heute)  zahlen und was macht die Börse. Der Kurs steigt um 5%, weil die Zahlen von Facebook stimmen. Egal welche Skandale, egal wie oft die Firma gegen Bestimmungen verstößt. Angeblich nutzen 1,5 Mrd. Menschen täglich Facebook. Ab und an schreibe ich Firmen oder Organisationen an die wieder mal mit ihrem Facebook Auftritt Werbung machen. Bei den meisten Antworten ist zu lesen, "Ja das ist schon bedenklich aber wir erreichen damit eine Menge Leute". "Böse aber günstig". Selbst Menschen die sich als alternativ und engagiert bezeichnen benutzen dieselben Argumente. Ein Mensch der Permakultur-Kurse gibt hat mir geantwortet : Ich mache das ja für wenig Geld, da kann ich mir keine 50$ für eine Alternative leisten und außerdem haben wir ja so viele Follower auf Facebook die kann ich nicht allein lassen". "Böse aber günstig".

Vielleicht würde die Welt ein wenig besser aussehen wenn wir dem folgen was eine "Friday for Future" Teilnehmerin gesagt hatte, Es mag zwar nicht toll sein auf das eine oder Andere zu verzichten aber wir haben doch keine Andere Wahl. Was ist denn die Alternative". Wie sagte Hannes Jaenicke in einem aktuellen Stern Interview. "Wie kann es sein dass Ruanda es schon 2008 geschafft hat Plastiktüten zu verbieten? ... Wir nicht". Es liegt also nicht am Können sondern nur am Wollen -> Böse aber günstig

 

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