Spiritueller Blog

Hamsterrad

Bettina hat eine Grafik erstellt, die das Problem des Hamsterrades in dem wir Alle mehr oder weniger stecken darstellt.

Etwas zum Nachdenken !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Du Opfer" oder warum wir selbst unser größter Feind sind

"Du Opfer" ist ja verwiegend ein in der Jugendsprache verwendeter Begriff, der vor allem den Opfer genannten als Verlierer brandmarkt. In einem Buch von R. Betz wird diese "Opferrolle" ausführlich beschrieben. Dabei kommt er zu der Erkenntnis, dass es nicht die Anderen sind die uns zu Opfern machen, sondern wir selbst uns diese Opferrolle geben.

Am einfachsten ist das beschrieben, wenn man sich vorstellt, dass ein Anderer einen beschuldigt. Meist fängt es mit "Du hast..." oder wenn es der Chef ist auch "Sie haben...". Dabei geht es mir nicht darum die Fakten zu analysieren, Er, Sie mögen ja Recht haben "Ja ich habe den Müll nicht rausgebracht" aber was ist mit unseren Gefühlen. Fühlen wir uns dabei nicht nur schuldig sondern auch als Opfer? Hätte der Andere nicht ein bisschen netter, höflicher, freundlicher sein können ?

Wir sind ein Opfer der Anderen!

Was aber würde passieren, wenn wir entscheiden nicht mehr Opfer zu sein? Wenn wir es einfach ablehnen diese Rolle anzunehmen. Wir würden beginnen Herr über unsere Gedanken zu sein. Nicht Andere, wir selbst machen uns zum Opfer. Wenn ich es aber in der Hand habe Opfer zu sein, kann ich mich auch entscheiden nicht Opfer zu sein. Das ist genauso einfach wie es klingt. Weniger angenehm ist aber die damit verbundene Erkenntnis, dass ich ja auch dann für meine Gefühle, mein Tun und mein Nicht-Tun verantwortlich bin. Dann sind nicht die Anderen an meiner Situation Schuld sondern es liegt und es lag schon immer in meiner Hand was und wie etwas passiert.

Natürlich kann ich nichts für die Handlungen Anderer, aber ich kann sehr wohl entscheiden wie ich darauf reagiere. Meist sind es aber eher Gedanken wie "Wenn sie/er nur etwas netter sein würde, dann würde es mir besser gehen", ich würde Erfolg haben, ich hätte, ich müsste nicht ...

Kein Opfer zu sein bedeutet Gestalter seines Lebens zu sein. Ich rede hier nicht dem Egoismus das Wort, das würde in meinen Augen nur bedeuten sich selbst groß zu machen auf Kosten des Anderen. Es bedeutet nur sich selbst als Verantwortlicher Lebensgestalter zu sehen. Damit entfällt aber eben auch die Ausrede, dass Andere an meinem Schicksal Schuld sind.

Niemand außer Dir ist der Gestalter deines Lebens

 

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Verlust

Kann man mit so einschneidenden Erfahrungen wie dem Verlust eines Kindes umgehen? Was bedeutet damit umgehen, weiter leben, irgend wann wird es wieder besser ? Verluste lassen sich nicht leugnen oder verdrängen. Sie sind Teil unseres Lebens geworden. Verdrängen wir diese Erfahrungen, werden sie zu immer wieder kehrenden Erfahrungen die immer wieder hervortreten. Leider haben die meisten den Umgang mit der Trauer dem Verlust nicht vermittelt bekommen. Meist fehlt das Umfeld das mit einem die Trauer durchlebt stützt wenn man zu fallen droht. Einem die Hand zur Stütze reicht in dieser Zeit. Früher waren das die Familien. Heute sind die meisten damit allein gelassen. wir können nicht mehr damit umgehen auch nicht wenn wir selbst diejenigen sein könnten die mit dem Trauernden diesen Prozess durchleben und ihn stützen.

Wir haben Angst vor Emotionen, denn Emotionen sind ein Zeichen von Schwäche. Wir wollen, müssen stark sein. Für uns war es ein schwerer Schritt unserer kleinen Tochter mitzuteilen, dass ihr Bruder nun im Himmel ist. Wie geht man damit um? Man geht nicht damit um, man geht gemeinsam als Familie durch. Trauert und weint. Mehr bleibt einem in solchen Momenten nicht. Ein ungarischer Musiker der spirituelle Musik macht, meinte einmal, Weinen entgiftet das Herz. Umgekehrt bedeutet das, ungeweinte Tränen bleiben als Gift in unserem Herz. Also weinen wir wenn uns nach Weinen ist aber lassen wir uns nicht von der Trauer auffressen.

Der Verlust ist ein Teil unserer Biographie geworden. Nichts wird daran etwas ändern. Glauben wir an eine höhere Macht, dann ist kein Leben umsonst gelebt, es muss also einen Sinn haben was in unserem Leben passiert. Aber vielleicht kommen wir in diesem Leben nicht mehr dahinter welchen Sinn es haben sollte. Für mich, für uns ist es zum jetzigen Augenblick sehr schwer einen Sinn darin zu sehen, das mag ich nicht in Frage stellen.

Trauer beinhaltet die Gefahr anzufangen in der Vergangenheit zu leben. Immer nur daran zu denken welche schönen Momente wir erlebt haben. Aber das sind keine Verluste, sondern diese Erlebnisse hatten wir, sie sind ebenso Teil unseres Lebens. Schöne und weniger schöne Momente. Was unser Herz schwer werden lässt sind die Annahmen, dass wir eine Unzahl an schönen Momenten in der Zukunft erleben würden. Woher wollen wir das wissen? Es sind nur Vorstellungen über eine Zukunft. Nur diese Zukunft wird mit Sicherheit nicht eintreten - das macht uns betroffen und traurig. Dazu kommt das Gefühl Dinge nicht zu Ende gebracht zu haben. Nicht alles gesagt zu haben.

Niemand wird "alles" sagen können. Denn in jeder neuen Situation gibt es "neues" zu sagen. Dazu kommt, wir sind Menschen, wir sind nicht perfekt, in der Trauer wäre ich aber gerne in der Vergangenheit perfekt gewesen. Als Vater als Freund oder bei anderen Betroffenen ist es der Partner, Geschwister, Eltern usw. Wir sind Menschen, wir können uns immer nur bemühen und trotz allem werden wir immer wieder Fehler machen.

Wir müssen lernen die Verluste als solche in unser Leben zu integrieren. Früher gab es in den Häusern eine Ahnengalerie. Man hatte einen Hausalter und vieles hatte damit zu tun diejenigen als Bestandteil des eigenen Lebens zu integrieren die einem voraus gegangen sind. Heute sind viele dazu übergegangen die Erinnerungen wegzuräumen um nicht an den Verlust denken zu müssen. Damit aber räumen wir auch einen Teil unseres eigenen Lebens weg.

Trauer und Schmerz sind Bestandteil eines Verlustes, aber dies darf nicht den Rest des Lebens bestimmen. Wir haben einen Lebensauftrag und der kann nicht erfüllt werden, wenn wir unser Leben in der Trauer verbringen.

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Christoph wird sich nicht mehr melden

Am 14. 12 hatte ich eine kurze Notiz auf die Seite gestellt mit der Bitte an meinen Sohn Christoph sich zu melden. Denn Christoph wurde seit dem 20. November vermisst.

Es gab wohl Hinweise dass er sich etwas antun möchte. Hunderte Menschen suchten nach ihm aber er wurde nicht gefunden. Eine Hoffnung war, dass er sich zu uns nach Ungarn aufgemacht hat. Hoffnung ist eine starke Kraft die einem in solchen Stunden die Kraft gibt an ein gutes Ende zu glauben.

Gestern war nun der Tag an dem sich all diese Hoffnung als vergebens herausgestellt hat. Spaziergänger hatten am Sonntag seinen toten Körper im Wald gefunden. Am Montag nun die schreckliche Gewissheit. Christoph wird nicht mehr anrufen, keine Mail mehr schreiben und uns nie mehr hier besuchen.

Wie geht man als Vater mit so einer Nachricht um. Schmerz, Verzweiflung, Trauer und die Frage ob man es hätte verhindern können. Verhindern hätte ich es nur können wenn er mich als Person seines Vertrauens angenommen hätte und auch dass er eben das nicht tun konnte schmerzt.

Kann man einem Menschen der seinem Leben ein Ende setzt böse sein? Nein, niemals. Auch wenn ich die Entscheidung nicht richtig finde und sie mir persönlichen Kummer bereitet ist es doch die Entscheidung die er für sich als richtig empfunden hat. Welche Qualen muss ein Mensch aushalten bis er zu so einem Entschluss fähig ist? Wir alle haben unsere persönlichen Höllen und für manche ist diese Hölle zu schwer zu tragen. Es ist leicht zu sagen, der Mensch war krank. Das mag sogar stimmen (bei Christoph kann ich das nicht beurteilen) aber es ist häufig auch die Aussage die uns davor bewahrt sich zu fragen ob man selbst an diesen Höllen beteiligt war.

In unserer heutigen Gesellschaft in der sich alles nur um Macht und Geld dreht, in der das eigene Ego an erster Stelle steht, in so einer Gesellschafft ist kein Platz für Schwäche, für Träumer, ja noch nicht einmal Platz für Kranke. Wer nicht funktioniert wird aussortiert. "Du musst nur wollen" ist in so einem Zusammenhang das am meisten gebrauchte Wort. Ein Mensch der an Depressionen leidet zeichnet sich nicht dadurch aus dass er nicht will "Er kann nicht wollen". Das ist sein Problem und die Umwelt die ihn nur als funktionierende Person betrachtet, kann oder will das nicht sehen.

Und dann kommt der Moment nach dem man keine Chance mehr hat einen in den Arm zu nehmen, ihm zu sagen dass man ihn liebt, mit ihm ein Bier zu trinken oder einfach nur zu reden.

Wir alle sind mit dem Tod konfrontiert und irgend wann ist für jeden die Zeit gekommen. Ich wünsche nur mir und allen dass wenn wir jemand verlieren uns nicht den Vorwurf machen zu müssen, dass zu vieles ungesagt geblieben ist.

Da ich unumstößlich an eine unsterbliche Seele glaube, wird der Tag kommen an dem ich ihn wieder sehen werde. Bis dahin bleibt mir nur die Gedanken an einen kleinen Jungen der seinen Vater mit tiefsinnigen Fragen verblüffte, einen kleinen Klavierspieler der so stolz war als der Lehrer in für seine Begabung lobte und an einen jungen Mann der immer seinen Platz in der Familie suchte und diesen Platz nicht finden durfte.

Ich möchte diesen Text in Erinnerung an meinen Sohn mit den Worten von Charles Bukowski schließen, einen Autor dessen Bücher er gerne gelesen hat :

Das Problem dieser Welt ist,
dass die intelligenten Menschen
so voller Selbstzweifel und die
Dummen so voller Selbstvertrauen sind.

 

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Der Blick in die Vergangenheit

"Blicke niemals zurück, denn das ist nicht der Weg den Du gehst"

Dieser Gedanke, den ich irgend wo gelesen habe, trägt eine Menge Wahrheit in sich. Weder kann ich die Vergangenheit zurückholen noch kann ich die Vergangenheit vergessen. Aber all das was in der Vergangenheit passierte, hat mich zu dem gemacht was ich heute bin. Die guten wie die weniger guten Gegebenheit, Erlebnisse. Sollte ich nicht dankbar sein für das was alles passiert ist. Wenn ich heute zufrieden mit mir bin dann sind es alle die Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit die einen Teil davon ausmachen.

Meist bin ich aber weniger zufrieden mir mir. Leider sind nur wenige Menschen in der Lage die schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit als Lebenserfahrung abzutun. Natürlich sind es Erfahrungen auf die man gerne verzichtet hätte. Eine Scheidung, finanzielle Probleme, gesundheitliche Probleme. Wer bitte hat so etwas gerne in seiner Agenda. Nur ändern lässt sich das nicht, Vergangenheit unterliegt nicht unserem Einfluss. Trotzdem können wir auch aus den unerfreulichen Vorkommnissen profitieren. Sie lassen uns Erkennen wie etwas nicht funktioniert. Das mag banal klingen. Aber wie oft beklagen wir uns über die Vergangenheit und denken nicht darüber nach. "Was ist geschehen" ist nicht die richtige Frage. Die richtige Frage lautet "Warum ist etwas geschehen". Wie häufig hat sich die Katastrophe im Nachhinein als positive Wendung im Leben herausgestellt. Der Verlust der Arbeit hat einen in die Selbständigkeit gezwungen und nun kann man sich ein Angestellten Dasein gar nicht mehr vorstellen.

Eine Trennung von einer Partnerschaft mag schmerzhaft, manchmal teuer aber nie erfreulich sein. Haben aber nicht die meisten schon vorher ein latentes Unbehagen in der Beziehung verspürt. Die Warum Frage ist nicht die Frage "Warum hat mich der/die verlassen" sondern "Warum habe ich nicht selbst diesen Schritt getan". Niemand kann in einer Beziehung glücklich sein in der nur ein Teil glücklich, meistens scheinbar glücklich, ist".

Warum kann es nicht der Beginn eines neues Abenteuers sein?

Der Blick zurück verstellt uns den Weg ins Heute. Niemand kann in der Vergangenheit leben aber bei dem Versuch das zu tun vergessen wir im Heute zu sein. Daraus resultiert nicht weniger als das Nichtleben.

Die guten wie die schlechten Erfahrungen lassen sich nicht wiederholen,

machen wir es wie die anonymen Alkoholiker bei denen auch niemand sagt "niemals mehr trinke ich Alkohol" Nein, heute trinke ich nicht. Versuchen wir es einmal mit "Heute denke ich nicht an die Vergangenheit und sehe die Schönheit des Augenblicks. Heute bin ich dankbar für mein Leben. Vielleicht schaffen wir es ja dann auch morgen zu sagen "Heute denke ich nicht an die Vergangenheit"

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Entscheidungen

Wir wissen immer ganz schnell was bei den Anderen nicht in Ordnung ist. Stundenlang kann ich über die „Fehler“ oder „Versäumnisse“ Anderer diskutieren. Immer ist eine Lösung parat, die besser ist als das was geschehen ist. Wie aber ist es in meinem eigenen Leben. Warum gelingt denn vielen das „Leben“ nicht?

Nun, für alle „Stammtischdiskussionen“ muss ich keine Verantwortung übernehmen, es betrifft mich niemals unmittelbar. Es sind „Andere“ die Entscheidungen treffen und Aktionen durchführen.

In meinem eigenen Leben muss ich aber die Entscheidungen treffen und trage ich die Verantwortung was daraus erwächst. Das ist unbequem und im in manchen Fällen auch bitter.

Ich entscheide auch niemals für einen Anderen. Auch der Andere, mein Partner(in), meine Eltern, Kinder, Geschwister und selbst Angestellte (sollte ich welche haben) entscheiden für sich. Manches mal entscheiden Sie sich auch gegen mich. Oft ist dann im Nachgang zu hören „Ja, wenn Du …. = Anders= … gewesen wärst dann?

Damit schiebt sich die Schuld ja so leicht auf den Anderen ab und man selbst wäscht sich ein Stückchen rein. Ja wie hätte Er/Sie denn sein sollen und warum habe ich das nie gesagt?

Führt man dieses Diskussion „wie hätte ich denn gern den Anderen“ weiter dann kommt im Ergebnis ein „Begleithund“ heraus, der wunderbar dressiert ist und Befehle ohne Murren und Knurren ausführt. Oder auch der berühmte Roboter der immer auch einen An-/ Aus-Knopf hat.

Jeder Mensch ist aber ein einzigartiges und unverwechselbares Exemplar. In Beziehungen kann man sich unterstützen diese Einzigartigkeit zu leben. Einzigartig bedeutet aber auch Vielfalt und so gibt es auch Exemplare die sich Selbst genügen, Alleinsein brauchen, eine enge Beziehung brauchen, viele Beziehungen brauchen usw.

Nichts davon ist richtiger oder besser als das Andere. Es ist nur wie es ist. Wenn ich aber aus einem Egoisten ein Familientier machen möchte, dann darf ich mich nicht darüber wundern, wenn das Experiment misslingt.

Wer aber bin ich selbst. Wenn alle anerzogenen, gesellschaftlichen, beziehungstechnischen Verhalten weg sind, wer oder was bleibt übrig.

Was würde ich tun wenn ich „Lebe“. Wie viele meiner „Träume“ würde ich denn wirklich realisieren? Wie vieles von dem was mir im Kopf herumschwirrt sind nur angenehmes Kopfkino?

Wenn ich all das eliminiert habe, dann bin ich. Dann entscheide ich für mich und trage die Konsequenz meiner Entscheidungen mit erhobenem Haupt, egal ob „Andere“ es besser wissen.

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Beziehung(en)

Etwas bestehendes so scheint es mir, wird sehr schnell, als selbstverständlich vorhanden, wahr genommen. Dass das Selbstverständliche ganz und gar nicht selbstverständlich ist, merken wir meist erst dann wenn es weg ist.

Egal ob Job, Gesundheit oder Beziehung.

Die meisten Menschen sind der Meinung, dass eine Beziehung wie ein übergroßes volles Fass ist, aus dem im Laufe der Zeit geschöpft wird. Für viele ist es dann auch normal, dass nach Längerer Dauer der Beziehung die Luft raus ist oder in meinem Beispiel nur noch Luft drin ist. Der Anfang einer Beziehung ist aber eher ein leeres Fass. Mit viel Liebe und Enthusiasmus sind zwei Menschen der Meinung dieses Fass füllen zu können. Wenn nun beide stetig dieses Fass befüllen, mal mehr mal weniger, dann wird sich das Fass im Laufe der Jahre füllen und so wird es auch mit der Liebe sein.

Wird nur einer füllen und der Andere nur schöpfen wird es nicht funktionieren.

Wenn aber beide füllen, dann wird die Beziehung immer schöner werden. Das ist es was das Leben sein soll – jeden Tag ein bisschen schöner und aufregender.

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Nähe

Nähe ist etwas was wohl aus der Mode gekommen ist. Egal wie gut uns Nähe tut, halten wir doch meist Distanz zum Anderen um ja nicht Schwäche zu zeigen oder gar den Eindruck zu erwecken nicht mehr Herr der Situation zu sein. Wir wünschen uns Nähe vom Anderen um den Beweis seiner Zuneigung zu haben. Aber bitte nur, wenn es uns gerade passt. Nähe ist manchmal schwer zu ertragen insbesondere wenn man mal nicht gerade gut aufeinander zu sprechen ist.

Dabei könnte Nähe vieles heilen. Umarmungen, Küsse, zärtliche Berührungen. All das was am Anfang einer Liebe so selbstverständlich ist. Wer sich nicht mehr gerne berühren lassen möchte, wer nicht mehr gerne berührt dem möchte ich raten - halte inne. Es schadet vor allem Dir selbst. Umarme dich selbst, streichele deine Wangen - lerne Dich zu lieben. Zu viele Menschen haben einen Schutzmantel um sich gelegt den selbst die größte Liebe nicht mehr durchdringen mag.

Jeder kann aber selbst und jederzeit entscheiden diesen Mantel abzulegen. Dann kann auch wieder die Freude der Berührung ins Leben treten. Eine Freude die direkt ins Herz geht -

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Schatten

Meist sind es die Schatten der Vergangenheit die uns nicht ruhen lassen. Neben dem "sobald es ..." gibt es noch das "hätte ich doch ...". Meist aus einer als unbefriedigenden Situation heraus, beschäftigen wir uns gedanklich mit den Varianten einer früher getroffenen Entscheidung. Das Ergebnis ist meist positiver als die jetzige Situation. Wenn ich mich damals anders entschieden hätte, dann würde ich heute glücklicher, reicher, schöner usw. dastehen.

Dann gibt es noch in jedem Menschen dunkle Punkte. Dinge aus der Vergangenheit an die wir nicht gerne erinnert werden. Geschehnisse die wir verursacht haben, an denen wir beteilig waren oder die wir nicht verhindert haben.

Alle diese Gedanken haben eines gemeinsam. Sie sind Vergangenheit. Nichts und Niemand kann etwas an einer in der Vergangenheit getroffenen Entscheidung verändern. Eventuell gibt es bei den dunklen Punkten die Möglichkeit etwas Gut zu machen, sich zu entschuldigen. Bei den Gedankenspielen des "hätte ich doch.." ist es schade um die Zeit sich damit zu beschäftigen.

Allen Entscheidungen der Vergangenheit (bis auf manche dunklen Punkte) ist eines gemeinsam. In der damaligen Situation und mit den damaligen Informationen war die Entscheidung richtig. Was aus den möglichen Alternativen erwachsen währe. kann niemand sagen.

Und neben diesen rationalen Erklärungen gibt es noch eine einfache spirituelle Erklärung. Wenn ich an eine höhere Instanz glaube (egal wie ich diese nenne) und ich mir sicher bin dass diese Macht mir nichts böses mag dann kann ich mir umso sicherer sein, dass ich meine Entscheidung von damals in der Sicherheit getroffen habe das Richte zu tun.

Lass die Vergangenheit das sein was sie ist - vergangen. Tritt aus dem Schatten der Vergangenheit ins Licht und lass im wahrsten Sinne des Wortes den Schatten hinter Dir.

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Der Anfang

Nun habe ich mich also entschlossen, meine Gedanken zu dem Thema Spiritualität in einen eigenen Blog zu stellen.

Ich möchte Mut machen sich dem Leben zu stellen (bzw. das Leben zu leben) und nicht nur darüber zu Grübeln wie es denn sein könnte wenn..
Dieses "wenn" scheint mir das Wörtchen zu sein das häufig große Mutlosigkeit verursacht. Ist es nicht so dass wir beschließen uns erst dann dem dem Leben zu stellen, wenn denn irgend ein Ereignis oder eine Situation eingetreten ist. Bis dahin aber verharren wir in der Erwartung des Bessern das da kommen könnte. In einem Artikel habe ich vor kurzem gelesen "Lass die Hoffnung los". Am selben Tag habe ich in einer Predigt den Satz gehört "Bleibt in der Hoffnung". Ja, was denn nun? Die Erklärung aus dem Artikel erscheint mir aber nachdenkenswert. Lass die Hoffnung los, denn sie behindert Dich am Leben im Jetzt.

Mit Hoffnung ist ja die Erwartung in der Zukunft verbunden, dass sich alles zum Positiven wendet. Die einzige Zeit in der wir Leben, in der Leben passiert, ist aber das Jetzt. Dazu passt der Spruch der dem Dalai Lama zugeschrieben wird "Es gibt nur zwei Tage im Jahr an denen wir nichts tun können der eine ist Gestern und der andere Morgen"

 

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