Alternative Ökonomie

By nothing

Nichts kaufen sondern es sich schenken lassen ? Ein schräger Gedanke. Da kommen einem vielleicht eher so Wörter wie "Schmarotzer, Schnorrer oder Abstauber" in den Sinn. Dabei haben wir wahrscheinlich vieles was wir teilen könnten. Einen Garten in dem so viel wächst, dass man es selber gar nicht verwerten kann. Kinderkleidung aus der die eigenen Kinder herausgewachsen sind usw. Dinge mit denen wir Anderen eine Freude machen können und uns auch, wenn wir sehen wie es anderen Menschen hilft oder einfach Freude macht. Die BuyNothingProject Gruppe hat auf ihrer Seite einige Beispiele zusammengefasst und es sind dort auch einige Filme zu sehen.

Der einzige Nachteil für mich, ist dass diese Gruppen Facebook als Kommunikationsmedium benutzen. Mit guten Argumenten aber ich persönlich mag solche Internet Moloche wie Facebook und andere nicht und versuche sie so wenig wie möglich zu verwenden. Aber da gäbe es sicher noch andere Möglichkeiten.

Ein weiterer Aspekt in diesen Gruppen ist, dass gefragt werden kann. Wer hat ... ? Etwas was den meisten Leuchten schwer fällt. Denn in der Regel bekommt man da das Gefühl, nun bin ich Jemand etwas schuldig. Da ist eine Rechnung offen. Ohne Hintergedanken zu Schenken und ohne sich ungut zu fühlen Beschenkt zu werden, das ist meiner Meinung nach die größte Hürde bei dieser Art von Ökonomie. Dabei ist es auch die ideale Art Müll zu vermeiden, denn egal wie gut etwas erhalten ist, kann es von einem Anderen nicht weiter verwendet werden landet es früher oder später auf dem Müll. Es lohnt sich also die Seite einmal zu besuchen und darüber nachzudenken ob diese Art der Wirtschaft nicht auch für einen Selbst einen Möglichkeit währe.

Ein (englischer) Artikel auf Sharable zu dem Thema

How to start and participate in a Buy Nothing group

 

Shareable - Wie die Bevölkerung das Heft selbst in die Hand nimmt

“Sharing Cities: Activating the Urban Commons,” is a collection of 137 case studies and policies in 11 categories that demonstrate that a city run by the people is not only possible, but that much of it is already here. From participatory budgeting in Brazil to resident-managed public spaces in Italy to taxi cooperatives in the U.S., there’s almost no service that can’t be run democratically by citizens for each other. (Zitat aus dem Buch Sharing Cities)

Shareabel ist eine Webseite und eine Initiative die anhand unterschiedlichster Beispiele belegen möchte, dass eine demokratische durch die Bevölkerung organisierte Gesellschaft möglich ist. Dazu werden die unterschiedlichsten Themenfelder dargestellt. Das Buch "Sharing Cities" (englisch) mit einer Unmenge an Adressen, Beispielen und Ideen, kann als PDF kostenfrei - gegen Name, e-mail - downgeloadet werden. Derzeit wird ein Podcast produziert (die ersten drei Folgen sind auf der Seite anzuhören (englisch) in der es um das Zusammenrücken der Bevölkerung nach verschiedenen Katastrophen geht.

Eine unglaubliche Menge an Informationen und Beiträgen aus unterschiedlichsten Ländern dieser Erde für alle die sich für das Thema Teilen, Schenkökonomie und vieles mehr. Am besten wird die Bandbreite der Themen deutlich anhand des Misssion Statement von der Webseite von Shareable

Mission:

Shareable is a nonprofit media outlet and action network that empowers people to share for a more resilient, equitable, and joyful world. We inspire social change by publishing stories, analysis, and tools in collaboration with our global partners.

Values:

The Commons: Ensuring everyone can access and steward the commons, the source of our prosperity, well-being, and resilience.

Sharing: We’re passionate about the transformative power of sharing which brings joy, increases productivity, builds community, distributes wealth equitably, and reduces environmental impact.

Inspiration: The best stories, case studies, and role models inspire positive change.

Action: We learn by doing, lead by example, and advance new leaders in the sharing community.

Community: We are empowered by our commitment to our values, each other, and our community.

Diversity: Including diverse players, perspectives, and practices supports better outcomes.

Collaboration: Achieving our goals is best accomplished by working well with others.

Fun: The best solutions are so much fun that we can't resist them.

 

 

Wellbeing Economy

Als Ergänzung zu dem nächsten Artikel, hier eine Organisation die sich mit dem Thema Wellbeing Economy befasst und Aktionen und Akteure verknüpft.

Eine Organisation die sich mehr aber nicht ausschließlich dem Thema Fashion widmet. ist die OMINA Foundation in Cost Rica.

 

 

Die EU braucht einen Stabilitäts- und Wohlfahrtspakt, nicht mehr Wachstum

Unter diesem Titel, veröffentlichten 238 Akademiker einen Text in mehreren Zeitungen. Sie fordern die EU auf nicht das BIP sondern mehr das Wohlergehen der Menschen im Fokus zu haben.

Der gesamte Text des Artikels findet sich im "The Guardian".

Dies sind die Forderungen der Akademiker die sich von 18-19. September in Brüssel zu einer Post Wachstums Konferenz treffen.

  1. Erstellen einer Sonderkommission für Post-Growth-Futures im EU-Parlament. Diese Kommission sollte aktiv über die Zukunft des Wachstums debattieren, politische Alternativen für Post-Growth-Futures entwickeln und das Streben nach Wachstum als übergeordnetes politisches Ziel überdenken.
  2. Einbeziehung alternativer Indikatoren in den makroökonomischen Rahmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten. Die Wirtschaftspolitik sollte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das menschliche Wohlergehen, den Ressourcenverbrauch, die Ungleichheit und die Bereitstellung menschenwürdiger Arbeit bewertet werden. Diese Indikatoren sollten bei der Entscheidungsfindung eine höhere Priorität als das BIP erhalten.
  3. Verwandeln Sie den Stabilitäts- und Wachstumspakt in einen Stabilitäts- und Wohlfahrtspakt. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt ist ein Regelwerk zur Begrenzung von Staatsdefiziten und Staatsschulden. Es sollte überarbeitet werden, um sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten die Grundbedürfnisse ihrer Bürger erfüllen und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch und die Abfallemissionen auf ein nachhaltiges Niveau reduzieren.
  1. Einrichtung eines Ministeriums für den wirtschaftlichen Übergang in jedem Mitgliedstaat. Eine neue Wirtschaft, die sich direkt auf das menschliche und ökologische Wohlergehen konzentriert, könnte eine viel bessere Zukunft bieten als eine, die strukturell vom Wirtschaftswachstum abhängt.

Diese Forderungen werden auch in einer Petition an das EU Parlament übergeben, sofern genügend Unterschriften gesammelt werden. Wer diese Forderungen unterstützen möchte, kann unter diesem Link die Petition unterzeichen.

 

 
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