Weblog von karl-heinz

Neue Permakultur Kommunikationsplattform

Seit einigen Tagen ist eine neue Kommunikationsplattform für Permakultur- Interessierte life. Jenseits von facebook gibt es nun eine Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Forum wird von freepermaculture betrieben und ist unter forum.freepermaculture zu erreichen. Es liegt in der Natur der Sache, dass noch wenig los ist, aber ich hoffe das wird sich bald ändern. Natürlich ist das Forum erst mal in Englisch. Aber eine deutsche Gruppe könnte ja gegründet werden ;-)

 

FUTUREPERFECT

Über das Magazin von Sonnentor bin ich auf eine Webseite aufmerksam geworden die das Motto hat "Geschichten für Morgen, schon Heute von Überall". Hier sammelt die Historikerin Luise Tremel Ideen die die Umwandlung in eine sozialere und nachhaltigere Gesellschaft vorantreiben.

Auf einer Landkarte können Projekte angeklickt werden. Auch eines aus Ungarn ist dabei :-)

Ich habe fertig

Es war ein anstrengendes halbes Jahr bis zum Zertifikat als Permakultur Designer. Aber nun bin ich fertig und darf mich Permakultur Designer nennen. Es war ein interessantes aber auch forderndes halbes Jahr. Gefühlt ist so ein online Kurs wesentlich umfangreicher als ein vor Ort Kurs. Zudem ist man mehr oder weniger allein. 

Hat es sich gelohnt? Da ich ja schon seit längerem mich mit Permakultur auseinandersetze war einiger Lernstoff bekannt. Aber immer wieder wurde der Blickwinkel verändert und so habe ich trotz bekanntem Inhalt immer wieder neue Impulse erhalten. Dazu kommen eine Menge an unbekannten Informationen oder aber auch Aspekten die ich bisher so nicht unter Permakultur Gesichtspunkten betrachtet hatte.

Für mich war es also gut. Den Aufwand hatte ich aber unterschätzt. Ausgehende von der Aussage im Kurs 3-4h pro Woche waren manche Kursteile mit Videos bestückt deren Laufzeit schon die 4 h Marke erreicht hatten.

Zum Erreichen des Kurses musste man 3 Assessments durchmachen. Dabei ist der dritte Teil, die komplette Planung eines frei gewählten Grundstückes eine Herausforderung. Ich glaube ich bin an diesem Teil länger gesessen als manche vor Ort Kurse dauern. Sicher kann man sich die Arbeit auch einfacher machen der Aufwand wird glaube ich trotzdem gerne unterschätzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ändere das Ziel

Der Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe ist ja nun im sogenannten "mainstream" angekommen. Damit ist gemeint, dass auch die Bild-Zeitung sich des Themas bemächtigt. Dass damit noch keinerlei Umdenken verbunden ist kann man an der Tatsache festmachen, dass auf Facebook die Friday for Future Gruppe ca. 78.000 Mitglieder hat und die friady for Hubraum Gruppe in wenigen Tagen 400.000 Mitglieder hatte. Im Internet kann man sich auch schon Aufkleber für Friday for Hubraum bestellen.

Das ist keine bedenkliche Entwicklung sondern die Sichtbarkeit einer Einstellung. Frei nach dem Motto, Ihr könnt gerne den Planeten retten wenn es mich nichts kostet, meine Bequemlichkeit nicht stört und meinen gewohnten Lebensstil nicht beeinträchtigt. Dass, wie es eine große deutsche Zeitung kürzlich geschrieben hatte, nicht um den Planeten sondern um unseren eigenen Hintern geht schein in den Köpfen der meisten Zeitgenossen nicht angekommen zu sein.

Die Politik wird nichts ändern, denn frei nach Einstein, kann man Probleme nicht lösen mit den Methoden die sie gemacht haben.

Ein älterer aber nicht weniger aktueller Film (deutscher Untertitel)

 

macht klar, dass es nicht um die Veränderung der Spielregeln geht sondern um die Hinwendung auf ein neues Ziel. Ein Besser für Alle. Dafür können wir alle unseren Beitrag leisten. Die Modegruppe forever21 hat gerade Insolenz angemeldet. Wie in dem Beitrag zu lesen war sind auch veränderte Konsumgewohnheiten dafür verantwortlich " Seit dem vergangenen Jahr gibt es jedoch einen Gegentrend. Das Interesse an umweltfreundlicher Ware sowie Leihplattformen und Second-Hand-Websites wächst (Quelle: Zeit online)"

Damit wird auch die Macht der Konsumenten deutlich. Wenn viele ihr Verhalten ändern muss der Markt reagieren. Ein Hin zu umweltfreundlicher Ware ist sicher ein Hin zu einem Besser.

 

 

Global Seed Network - eine Plattform zum Tauschen und Finden von Samen

Ein (relativ) neues Netzwerk Global Seed Network GSN für den Austausch von Samen. Unabhängigkeit und Vielflat ist das Ziel. GSN ist ein Projekt des Center for Food Safety. CFS ist eine amerikanische Organisation die nach eigenen Angaben "CFS war an vorderster Front um ein starke Lebensmittelbewegung zu organisieren, die das Industriemodell bekämpft und ökologische, ökologische und nachhaltige Alternativen fördert" . Die CFS gibt es bereits ca. 20 Jahre nur das Netzwerk ist relativ neu. Im Moment gibt es nicht so viele Adressen in Deutschland aber das kann ja noch werden.

GSN verlangt keine Gebühren für den Tausch oder die Mitgliedschaft. Die Tauschkonditionen werden zwischen den Beteiligten direkt ausgemacht. Dabei geht es nicht darum an den Samen zu verdienen sondern möglichst Vielfalt in die Welt zu tragen. Auf der Seite kann auch detailliert nach Gemüsen und deren Anbaubedingungen oder Resistenzen gesucht werden.

 

anstiftung

Die anstiftung fördert, vernetzt und erforscht Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören Interkulturelle und Urbane Gärten, Offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen, Open-Source-Projekte ebenso wie Initiativen zur Belebung von Nachbarschaften oder Interventionen im öffentlichen Raum. (Text auf der anstiftung webseite)

 

Ein Besuch bei Pachamama

Über einen Prospekt in einer Tourist Info sind wir auf einen Ort in Slowenien gestoßen der uns einen Besuch Wert erschien. Also haben wir uns am Sonntag auf den Weg gemacht und haben Pachamama in Slowenien besucht. Wir wurden sehr freundlich von dem Besitzer und seiner Familie empfangen und obwohl sie einen Workshop und eine Gruppe da hatten nahmen sie sich Zeit für uns.

Das erste was einem auffällt ist das bunte Haus mit den Bemalungen. Am Eingang wird man von einem hübschen Schild begrüßt das einem zeigt "Hier bin ich willkommen"

Geht man dann um die Ecke erkennt man einen Teil das Hauses. Hier herrscht Harmonie und man weiß gar nicht wo man hin sehen soll, so viele Eindrücke prasseln auf einen ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles was man sieht wurde von Dhiraj und Luz geschaffen. Wie sie uns erzählten war das Grundstück früher ein Maisacker und es gab keinen Baum und Strauch darauf. Alles wurde in mühevoller Arbeit im Laufe der Jahre geschaffen. Heute kann man sich das nicht mehr vorstellen. Man läuft neben riesigen Bambuswäldchen. Meist auf mit Mosaik belegten Pfaden. Immer wieder kommt man an experimentellen Bauwerken aus Naturmaterial vorbei. Aber auch dauerhaftes Material wie Beton wird verwendet. Wie Dhiraj erzählte, hatte sich einiges eben auch nicht bewährt und wurde dann durch dauerhaftes Material ersetzt.

Permakultur Erklärung von Wiebke Witthun

Gestern bin ich bei der Websuche über eine äußerst informative und gut geschriebe Arbeit gestoßen die von Wiebke Witthun erstellt wurde, Die Arbeit kann hier heruntergeladen werden.

Permakultur und Landschaftsarchitektur,

Frau Witthuhn erklärt in ihrer Arbeit die Grundsätze der Permakultur ausführlich und leicht verständlich. Eine gute Lektüre für Alle die mal wissen wollen was die Permakultur eigentlich ist.

 

5 Jahre ohne Gift und künstlichen Dünger

Es ist schon wunderbar was alles erscheint, wenn man die Natur in Ruhe machen lässt. Nach 5 Jahren ohne künstlichen Dünger und ohne Pestizide tauchen sogar wieder Wiesenorchideen auf. Wunderschöne Bienen Ragwurzen am Wegesrand.

Vor 5 Jahren war das noch ein konventionell bewirtschafteter Maisacker. Konventionelle klingt so harmlossmiley ist aber doch nichts anderes als künstliche Dünger und Pestizide.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

evil yet convenient

"Order from (evil yet convenient)" das war ein Hinweis auf einer Seite deren Newsletter heute in meinem Posteingangsfach war. Es wurde ein neu erschienenes Buch beworben. "Böse aber günstig" ist das nicht die Entschuldigung für eine Menge an Handlungen die wir täglich vornehmen? Facebook muss in Amerika 5 Mrd. Strafe (SZ von heute)  zahlen und was macht die Börse. Der Kurs steigt um 5%, weil die Zahlen von Facebook stimmen. Egal welche Skandale, egal wie oft die Firma gegen Bestimmungen verstößt. Angeblich nutzen 1,5 Mrd. Menschen täglich Facebook.

Weaver Network

Aktuell wird ein neues Netzwerk für Aktivisten und Permakultur Interessierte aufgebaut. Das Netzwerk steht am Anfang uns ist nicht sehr groß. Die Idee, Projekte und Macher miteinander zu vernetzen und auch mitzuarbeiten finde ich super. Das könnte auch eine Non Profit Alternative zu den vielen Facebook Gruppen sein, die sich zu diesen Themen gebildet haben.

Hier ist der Link zum Netzwerk : Weaver Network

 

Hurra, es ist Bärlauchzeit

Vor einigen Jahren haben wir ein paar Pflänzchen eingebuddelt. Unter den Bäumen an unserer Quelle fühlt er sich richtig wohl. Jedes Jahr haben wir nun mehr dieses Herrlichen Wildgemüses. Die Aufnahme ist von heute und nur ein Ausschnitt aus der Fläche wo sich der Bärlauch ausgebreitet hat. Nun beginnt also die wunderbare Zeit von Pesto mit Nudeln. Vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr etwas von den Aromen zu konservieren. Haltbar gemachtes Pesto oder getrockneter Bärlauch in Salz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Permakultur Design Kurs

Ich habs getan. Ich habe mich für einen Permakultur Design Kurs und einen Permakultur Teacher Kurs angemeldet. Fast ein Jahr wird der Kurs dauern. Warum ? Nachdem ich mich seit Jahren mit dem Thema auseinandersetze, wollte ich einmal den gesamten Prozess durchlaufen. Zwar habe ich bereits bei der OSU einen Kurs belegt und abgeschlossen, aber das Angebot der passte für mich am Besten.

Der ökologische Fussabdruck

Man kann derzeit ja viel lesen über den ökologischen Fußabdruck und die Anzahl der Erden die wir als Gesellschaft verbrauchen. Natürlich ist das nur eine theoretische Größe, den wir haben nur eine Erde. Damit sich aber jeder einen Eindruck seines eigenen Verbrauchs an Erde(n) machen kann, habe ich mal einige online Rechner aufgelistet mit denen man mehr oder weniger genau seinen Fußabdruck ausrechnen lassen kann.

Unter Fussabdruck sind es 13 einfache Fragen und eine hübsche grafische Darstellung die man auch mit den Kindern machen kann um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln was das Verhalten der Familie bedeutet. Bei uns hat es dazu geführt, dass meine Tochter es nun akzeptiert dass wir die Heizung deutlich nach unten gedreht haben.

Der Footprint Rechner des WWF Schweiz stellt schon mehr Fragen (37) um den Fußabdruck zu berechnen. Das schöne an diesem Rechner ist, dass einem die Auswirkungen direkt bei jeder Antwort angezeigt werden.

Der CO2 Rechner des Umwelt Bundesamtes ermöglicht es ebenfalls den CO2 (Fußabdruck) zu berechnen. Dieser Rechner ist sehr detailliert. Angezeigt werden bei jeder Antwort auch der eigene Verbrauch und der Durchschnittsverbrauch eines Deutschen.

Wenn man ein paar dieser Berechnungen durchführt, kann man sehr schnell erkennen wo die eigenen Großverbraucher sind. Man erkennt aber auch sehr schnell dass es gar nicht so einfach ist seinen Fußabdruck auf "eine Erde" zu bringen. Da wird es dann auch schnell mal kühler im Wohnzimmer. Wer dann noch 2 Mal im Jahr in den Urlaub fliegt wird seine Klimabilanz nie in einen positiven Bereich bringen.

Hier sind noch einige englische Seiten die sich mit dem Thema "Leben mit einer Erde" befassen. Boregional ist eine Seite die Wege aufzeigen möchte um das Ziele "Leben mit einer Erde" zu erreichen. Diese Organisation gibt es bereits seit 25 Jahren. Auf einer Weltkarte sind viele Projekte dargestellt. OnePlanet befasst sich ebenfalls mit den Möglichkeiten ein besseres Leben auf einem Planeten zu verwirklichen. Unter Futuremakers sind Pläne, Projekte und Macher aufgelistet.

 

Die Anderen werden es schon richten

Wenn man sich, wie ich,  viel mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltzerstörung befasst, stellt man sehr schnell fest, dass es Lösung gibt. Eines der drängendsten Probleme mit denen wir uns als Menschheit konfrontiert sehen ist die Klimaveränderung die unser Leben bedroht. Dabei geht es ja nicht um überflutete Urlaubsinseln oder Trockenheit im Sommer. Es geht um nicht weniger als die Existenz der Menschheit. Das mag dramatisch klingen aber ich bin der Überzeugung dass viele Menschen tief in ihrem Inneren dieses Unbehagen bereits spüren.

Dabei gibt es Ansätze "das holisitsche Weidekonzept von Allan Savory"  oder auch eine Methode das Meer nachhaltig und regenerierend zu bewirtschaften. Green Wave Konzept. Das CO2 Speichervermögen von gesunden Böden ist wissenschaftlich unumstritten. Trotzdem wird die konventionelle Landwirtschaft mit ihren Bodenzerstörenden Erosionsauslösenden Bearbeitungsmethoden weiter unterstützt und gefördert.

 

Unzählige Forscher und Ökologen warnen seit Jahrzehnten vor den Folgen unseres Handelns. Trotzdem passiert so gut wie nichts. Alle "politischen" Ziele werden entweder nicht eingehalten oder gar nicht erst ratifiziert. David Suzuka ein weltweit renommierter Wissenschaftler und Umweltaktivist identifizierte vor vielen Jahren die drei Hauptursachen für unser "Nicht Handeln"

  • Die Technologie wird den Planeten vor Unheil bewahren , und alle nachteiligen Dinge können mit fortwährendem Streben nach industriellem Fortschritt gelöst werden.
  • Wirtschaftswachstum und Wohlstand werden jegliche Desinteresse oder Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Problemen beseitigen
  • Politische Vertreter im Amt handeln zugunsten der Menschen und ihrem Land, Und nur sie haben die Fähigkeit Richtlinien zu entwickeln die sich auf die Gesellschaft insgesamt auswirken.

Das kommt mir so vor wie der Spruch "Wer glaubt dass Projektleiter Projekte leiten der glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten". Die Verantwortliche für das Desaster sollen das Desaster beseitigen.

Man merkt das ja auch gerne in Diskussion wo immer wieder auf "die Politik" verwiesen wird. Man könnte das auch "Sich aus der eigenen Verantwortung stehlen" nennen. Ich bin der Überzeugung dass die meisten Menschen nicht wirklich glauben, dass die Politik uns aus dem Schlamassel befreien kann in das die Politik uns gebracht hat. So wenig wie eine Autoindustrie ein Interesse haben kann die getätigten Investitionen in Benzinbetriebene Fahrzeuge abzuschreiben und aus Freundlichkeit nun saubere Fahrzeuge zu bauen. Die derzeitige Wirtschaftsform kann kein Interesse an Menschen und/ oder Umwelt haben. Das einzige Ziel der derzeit vorherrschenden Wirtschaftsform ist es den Gewinn zu maximieren im wahrsten Sinne des Wortes "Auf Teufel komm raus".

Es liegt also an Uns etwas zu ändern. Wer die Bio-Landwirtschaft unterstütz in dem er "am besten" regionale Produkte kauft, der tut schon etwas. Wer vielleicht nicht zwei Mal im Jahr mit dem Billigflieger nach Malle fliegt tut schon etwas. Wer Plastik vermeidet, tut etwas, Wer Nachhaltige Produkte kauft, der tut etwas. Wie schrieb schon Goethe

Es kommt nicht aufs Denken, es kommt aufs Machen an.

 

 

 

 

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