Blog

  • Kreisläufe des Klimawandels

    Gerade habe ich das Buch “Kreisläufe des Klimawandels” edition a Verlag, gelesen.
    Der Dalai Lama, Greta Thunberg und Wissenschaftler erläutern die Gefahr, die von Klima Feedbacks ausgehen. Klima Feedbacks sind sich selbst verstärkende natürliche Systeme, die das Klima beeinflussen können

    Das Buch beschreibt einige dieser Systeme. Somit ist es einer der Bücher, die einem die Augen öffnen könnten, wenn man das möchte.

    Ein Buch, das aber auch Mut machen kann, denn es schöpft auch Hoffnung, dass wir es doch noch hinkriegen.

    Dazu müssen wir aber unseren Hintern bewegen und nicht in Angst verharren.

    Menschen in Angst sind leichte Beute für macht hungrige Politiker und Menschen denen es nur um Geld geht.

    Da passt, was ich in der Schrot &Korn (Ausgabe 07/2022) zu lesen ist, dass Erik Fyrwald Vorstand von Syngenta allen Ernstes fordert den BIO Anbau einzustellen wegen der Hungerkrise, denn Bio kann die Welt nicht ernähren. Was für ein Schmierentheater, in der Angst vor Hunger geschürt wird, um noch mehr Profit zu machen. Zudem diese Aussage schlicht und ergreifend falsch ist.

    So wird das natürlich nichts mit dem Stopp der Klimaerwärmung und dem Verlust an Biodiversität.

    Es ist halt nur eines von vielen Beispielen, dass Industrie & Politik andere Interessen (Macht & Geld) verfolgen,

    Aber wie schrieb Fred Grimm in der Zeitschrift Schrot &Korn 

    “… Wir werden sehr viel Kraft brauchen, für die Jahre und Kämpfe, die vor uns liegen. Denn trotz allem sollte einen die Hoffnung nicht verlassen, dass diese Welt, in der gerade Ausbeutung, Hass, Dummheit und Gier die Oberhand zu gewinnen scheinen, nicht auch ganz anders werden könnte.”

    Zum Schluss die Bemerkung des Dalai Lama:

    “Was wir dringend brauchen, ist ein Gefühl der Einheit der Menschheit, ein Gefühl des kollektiven “Wir”, das die gesamte Menschheit umfasst.

    Im Buch findet sich am Ende eine Liste der Dinge, die jeder tun kann. Daraus möchte ich gerne den ersten Gedanken zitieren:

    Führen Sie sich jeden Tag vor Augen, dass Ihre Einstellung, Ihre Worte und Ihre Taten einen Unterschied im Kampf gegen die Umweltzerstörung und die Bewältigung des Klimawandels bewirken können.

    Vielleicht haben wir alle das Gefühl, dass unser Beitrag zu gering ist. Tatsächlich mag die Auswirkung unseres Handels klein sein, aber wenn viele Menschen sich in dieselbe Richtung bewegen, dann kann das einen gewaltigen Unterschied machen. Im Positiven wie im Negativen.

    Ein nicht ganz günstiges Buch, das aber uneingeschränkt empfehlenswert ist.

  • Über die Dummheit

    Wenn man sich die aktuellen Meldungen ansieht, dann stellen sich mir die Nackenhaare. In Anlehnung an einen Buchtitel kommt mir dann in den Sinn „Alle verrückt außer mich.“

    Oder noch schlimmer Sind denn alle dumm?

    Vor einigen Tagen fiel mir ein Artikel aus dem aktuellen Brennstoff https://brennstoff.com/ausgaben/ vor die Augen, in dem es um Dietrich Bonhoeffer’s Bemerkungen zum Thema Dummheit geht. Er machte sich Gedanken, wie aus einem Volk der Dichter und Denker eine Gesellschaft, die von Hass und Fremdenfeindlichkeit und dem Denken einer Herrenrasse geprägt war, werden konnte. Ein Video erklärt sein Gedanken sehr gut. https://www.youtube.com/watch?v=wnhL1W9dj1w

    Beschäftigt man sich weiter mit dem Thema stößt man auf Carlo M. Cipolla (Wikipedia) der in seinem „Die Prinzipien der menschlichen Dummheit”, darüber geschrieben hat.

    • Stets und unvermeidlich wird die Zahl der im Umlauf befindlichen dummen Individuen unterschätzt.
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Person dumm ist, besteht unabhängig von jeder anderen Eigenschaft dieser Person. Demzufolge gibt es einen stets gleich hohen Anteil an Dummen in allen gesellschaftlichen Gruppen, sowohl bei Hausmeistern wie bei Universitätsprofessoren.
    • Ein dummer Mensch ist jemand, der einer anderen Person oder einer Gruppe von Personen Schaden zufügt, ohne selber dabei Gewinn zu erzielen und dabei u. U. sogar zusätzlichen Verlust macht (das sogenannte „goldene Prinzip“).
    • Menschen, die nicht dumm sind, unterschätzen stets das Gefährlichkeitspotenzial dummer Menschen. Vor allem vergessen Menschen, die nicht dumm sind, ständig, dass Verhandlungen und/oder Verbindungen mit dummen Personen zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort und in jedem Fall sich unweigerlich als teurer Irrtum herausstellen werden.
    • Eine dumme Person ist der gefährlichste Typ aller Personen.

    Weiter macht er vier Typen aus. Den Banditen (Vigarista), den Dummen (Estupido), den Schlauen (Inteligente) und den Naiven (Futil).

    Im Gegensatz zu dem Dummen füllt sich der Bandit wenigstens die eigenen Taschen. Der intelligente Mensch nutzt in seinem Tun der Gesellschaft, profitiert aber auch selbst davon.

    Nun ist es nach Bonhoeffer’s Meinung nahezu unmöglich dumme Menschen durch Fakten oder Belehrungen in Ihrem Verhalten zu ändern. Das kann man derzeit auch in den Regierungen weltweit sehen. Populisten, die mit ihren rassistischen, homophoben Bemerkungen die Gesellschaft spalten. Die sich nicht schämen, öffentlich die Interessen von Reichen und Konzernen zu vertreten. Sie sind es, die sich auf dem Vormarsch befinden. Getragen von Menschen, die in aller Regel nicht zu der Gruppe gehören, die bevorzugt behandelt werden.

    In London müht sich gerade Außenministerin Liz Truss neue Premierministerin zu werden und verkündet öffentlich Steuersenkungen für die Reichen und sie ist nicht die Einzige, die dieses Mantra anstimmt, mit der Bemerkung, dass das ja Wohlstand für alle bedeutet. Dabei ist der angesprochene Trickle Down Effekt schon längst in die Märchentruhe der sogenannten angebotsorientierten Wirtschaft versenkt worden

    Der Trickle-Down-Effekt bezeichnet die These, dass der Einkommenszuwachs, den die Reichen in einer Gesellschaft erfahren, sukzessive auch zu den Mittelschichten und den Ärmeren in der Gesellschaft durchsickert. Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/trickle-down-effekt-54458

    Aber fröhlich wird weiter gelogen, werden Versprechen gemacht, die man eh nicht einhalten kann. Hauptsache das Wählervolk bleibt bei Laune und sorgt bei der nächsten Wahl dafür, dass man weiter seinen gut dotierten Posten behalten kann.

    Nach Corona ist Krieg und nach Krieg ist „da werden wir schon was finden

    In der sogenannten Corona-Krise sind die Milliardäre um 13 000 Mrd. Dollar reicher geworden. Das entspricht in etwa 26 Mal dem Staatshaushalt von Deutschland.

    Und nun müssen Gasunternehmen „gerettet“ werden und die Rüstungsindustrie muss gepampert werden. Dazu kommen die Aufforderungen, dass der kleine Mann seinen Anteil an der Gaskrise zu tragen hat. Als, wenn er das nicht eh schon mit exorbitant steigenden Energiepreisen tut.

    Also mich beschleicht mehr und mehr das Gefühl, dass der Anteil der Dummen bei den sogenannten Staatslenkern gar nicht so groß ist, aber könnte es nicht sein, dass der Anteil derer die Cipolla Banditen nannte in der Politik etwas größer ist als im Durchschnitt der Restbevölkerung?

    Indessen nutzt es sicher nichts dem nächsten rechten, linken oder bunten Rattenfänger hinterherzurennen. Selbst zu Denken könnte ja mal ein Anfang sein und eventuell und vielleicht
    könnte man ja dann eigenverantwortlich handeln.

    Bild von eberhard grossgasteiger auf Pexels

  • Die ein Dollar Brille

    Heute wieder mal einen Hinweis auf ein cooles Projekt. Ganz im Sinne von “Care of the people” hat Martin Aufmuth sich aufgemacht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

    Im Jahr 2012 gründete er den EinDollarBrille e.V. ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Menschen eine Brille zu ermöglichen, die sich diese Hilfe nicht leisten können. Dazu hat er ein System entwickelt, das es ermöglicht, mit einfachen Mitteln Brillen herzustellen.

    Auf der Webseite ein Dollar Brille kann man nachlesen, wie das Ganze funktioniert. Eine wunderbare Idee, die unsere Unterstützung verdient. Ganze in dem Sinne des Spruches auf Martin Aufmuth’s Webseite “Jeder kann die Welt verändern”

    BIld : Bild von Toản Dương auf Pixabay

  • Corona – Auf der Suche nach der Wahrheit – Teil 4

    Ich hatte ja bereits auf die Corona-Dokumentation auf Servus TV hingewiesen. Nun wurde gestern (8.6.2022) der 4. Teil der Reihe ausgestrahlt. Für alle, die keine Gelegenheit hatten den Film anzusehen hier der Link zur Servus TV Mediathek. Sollte der Link nicht funktionieren, eventuell auf der Hauptseite nach “Corona – Auf der Suche nach der Wahrheit” suchen.

    Die Dokumentation setzt sich inzwischen bereits in 4 Filmen kritisch mit der Pandemie auseinander. Es wird die Viruserkrankung nicht geleugnet oder verharmlost, sondern versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Es kommen Wissenschaftler zu Wort, die ansonsten von den Medien, aber auch der Wissenschaftsgemeinde ignoriert werden.  Nicht weil sie unseriös oder unwissenschaftlich sind, sondern, weil sie nicht in das von der Mehrheit akzeptierte Bild passen.

    Dabei würde etwas mehr Menschenverstand oder wie die Österreicher sagen “Hausverstand” der ganzen Diskussion guttun.

    Dazu passt der Kommentar von Kathrin Zinkat heute in der TAZ. “Mit BA.5 durch den Sommer” titelt das Blatt. In Schlussabsatz wird dann eindringlich gewarnt Es wird deshalb wieder mehr schwere Verläufe geben, mehr Todesfälle, mehr Dringlichkeit zum Handeln. Nicht erst im Herbst. Sondern jetzt.”

    Kathrin Zinkant ist beileibe keine ahnungslose. Sie hat Biochemie studiert und schreibt unter anderem auch für die Süddeutsche Zeitung. Ihre Artikel oder Kommentare sind jedoch von einer eher tendenziösen Natur. “Bahn frei für die nächste Variante TAZ 8.4.2022”; “Gefährliche Mutanten SZ 15.1.2021”, “Eine Dosis gegen Corona SZ 6.1.2021”, “Nur einmal impfen zu riskant? SZ 3.1.2021” – Das ist nicht kritischer Journalismus, sondern Mainstream Unterstützung.

    Dazu passt, was Dr. Robert Malone in dem Film “Corona – Die Suche nach der Wahrheit” sagt.
    Mein Wunsch wäre, dass wir uns Leben ohne Manipulation durch unsere Regierungen und die großen finanziellen Interessen leben können, dass wir Künstler und Menschen sein dürfen, uns gegenseitig schätzen und das schätzen und feiern dürfen, was uns menschlich macht, anstatt uns selbst als Wirtschaftseinheiten zu definieren und Anderen zu erlauben dies zu tun. Meine größte Hoffnung für die Menschheit wäre, dies als Gelegenheit für ein großes Erwachen zu nutzen, für eine neue Renaissance, für eine neue Periode der Aufklärung, anstatt in eine Welt abzurutschen, in der wir wie Nutztiere und Konsumware behandelt werden.

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Bild von cromaconceptovisual auf Pixabay

     

  • Schlaf weiter, liebes Deutschland

    Seit 1. Juni 2022 gibt es ja den sogenannten Tankrabatt. Das heißt, dass die Steuer auf Benzin und Diesel gesenkt wurden. Bei Benzin 29,55 Cent pro Liter, bei Dieselkraftstoffen 14,04 Cent pro Liter. Die Begründung war, dass der Preis für Diesel und Benzin wegen des Krieges in der Ukraine immer teurer wurde.

    Seit Jan 2021 wurde Diesel von damals 1,40 € bis Ende Mai 2,00 € teurer. Zu Beginn des Krieges von Russland gegen die Ukraine schnellte der Preis sogar stellenweise auf 2,30 € bei Diesel in die Höhe. Auch die anderen Treibstoffpreis verhalten sich ähnlich.

    Brent Crude Ölpreis entwickelte sich in einem Jahr Juni bis Juni 2022 von 70 auf 120 $  pro Barrel [1 Barrel = 159 l] (Quelle https://www.ariva.de/brent_crude_roh%C3%B6l_ice_rolling-kurs oder https://www.tecson.de/oelweltmarkt.html). Das ist eine Steigerung von > 70 %.

    Im selben Zeitraum stieg der Dieselpreis um 42 %, wobei es in der Spitze knapp 65 % waren. Die Mineralölwirtschaft hat also die Preise fast 1:1 an die Kunden weitergereicht.  Das ist eine stark vereinfachte Rechnung, denn es wird ja nicht nur Diesel aus Rohöl erzeugt und die Benzinpreis lagen ja im gesamten Zeitraum um einiges höher als der Dieselpreis.

    Nun also die Steuersenkung. Dann müsste nun der Diesel um ca. 14 Cent billiger sein als Ende Mai.  Laut Statista lag der durchschnittliche Dieselpreis in Deutschland zum 31. Mai 2022 bei 204,4 € pro l.

    Laut https://www.benzinpreis-aktuell.de/dieselpreise lag der durchschnittliche Preis am 1. Juni bei 1,94 € pro l und am 7.6.2022 bei 1,98 € pro l. Hätte man den Steuervorteil an die Kunden weitergegeben, dann würde am 1. Juni ein Preis von 1,90 € gerechtfertigt sein, von den 1,98 € aktuell ganz zu schweigen. Von 14 Cent behält die Industrie also derzeit mehr al 50 % ein. Eine satte Gewinnsteigerung.

    Jetzt aber ehrlich. Wundert sich da wirklich jemand? Ob Corona oder Krieg, ob Klima oder sonst irgendetwas, vor allem in den letzten beiden Jahren hat eine gigantische Umverteilung zulasten der Bürger in die Taschen der Konzerne und letztendlich der Aktionäre stattgefunden. Die Politik tat in Coronazeiten so als ob das Kurzarbeitergeld den Beschäftigten zugutekam, es ist eine Lohnzahlung der Beschäftigten durch den Steuerzahler, der die Unternehmen entlastet hat. Wie könnte es denn sonst sein, dass fast alle Autokonzerne die besten Zahlen ihrer Geschichte vermelden und immense Ausschüttungen tätigen?

    Das scheint ein neues Spiel der Konzern hörigen Politiker zu sein. Man verkauft den Bürgern die Subventionierung der Unternehmen, große Unternehmen, die kleinen Unternehmen sind nicht mehr wichtig, als Geschenk an die Bürger und die klatschen auch noch Beifall. Man kann ja jetzt als Politiker auch Schulden als “Sondervermögen” verkaufen.

    Parallel dazu werden die Bürger schon auf neue Maßnahmen vorbereitet, die im Herbst greifen sollten, wenn … – da wird sich schon was finden.

    Wenn nun aber bereits sichtbar wird, dass aufgrund der Coronarestriktionen Kinder häufiger und schwerer an Grippe erkranken, dann schweigen die Politiker und besonders Herr L. der ja die Wissenschaft so lobt. Aber bitte nur die Wissenschaft, die gerade ins Kalkül passt.

    Bildquelle: 愚木混株 Cdd20 auf Pixabay

     

     

  • Buch – Utopia 2048

    Gerade bin ich fertig geworden mit dem Buch “Utopia 2048” von Lino Zeddies. Eine nicht allzu ferne Utopie, die von zwei “Zeitreisende” erkundet wird. Nein, eigentlich sind es keine Zeitreisenden, sondern die beiden Menschen haben sich in einen Komaschlaf versetzen lassen und sind nun 30 Jahre später aufgewacht. Mit einem Coach, Betreuer erkunden sie die neue Welt. Und neu ist vieles an dieser Welt und vor allem – vieles ist besser.

    Das Buch ist nicht nur amüsant zu lesen, sondern es gibt immer wieder Hinweise auf Methoden, Protagonisten oder Verfahren, die es ermöglicht haben, diese Utopie entstehen zu lassen. Ich habe eine Menge Neues erfahren und bin immer wieder auf neue Techniken gestoßen.

    Lino Zeddies packt bereits vorhandenes in eine Geschichte, in der diese Gedanken Realität wurden. Es ist eben nicht Science Fiction, sondern es ist eine Real-Utopie. Eine mögliche Welt, die nur darauf wartet, von den Menschen in die Wirklichkeit gehoben zu werden.

    Nicht alles ist Friede Freude Eierkuchen. Nicht alle Ländern sind mit im Spiel. Das macht die Story etwas realistischer und trotzdem möchte man gerne selbst in dieser Welt leben.

    Eine uneingeschränkte Empfehlung und für 13,99 € ein fairer Preis für das Buch. Unter Lino Zeddies gibt es mehr Informationen, einen Blog (der nicht sonderlich aktuell ist) und die utopischen Grafiken aus dem Buch.

    Quelle Beitragsbild:
    UTOPIA 2048 – BERLIN FRIEDRICHSTRASSE, BY AERROSCAPE / Lino Zeddies, CREATIVE COMMONS LIZENZ: CC BY-NC-SA

     

  • Bärlauchzeit

    Jetzt ist sie wieder da, die Bärlauchzeit. Pesto mit Nudeln gibt es derzeit öfter und wir freuen uns alle an dem stetig wachsenden Feld auf unserem Grundstück. Jedes Jahr wird es etwas größer und beschert uns reiche Ernte.

    Neben frischem Pesto machen wir aber auch Bärlauchsalz, Bärlauchbutter und einen Teil davon frieren wir auch in Portionen ein.

    Zurzeit finden wir es etwas kalt hier in Ungarn, aber die Natur zeigt uns, dass Hoffnung besteht.

    Die Kirschen blühen bereits in aller Pracht und Gott sei Dank, hören und sehen wir auch eine große Anzahl an Bienen.

    Als unsere Weide geblüht hatte waren nur ganz wenige Bienen unterwegs und wir hatten uns schon Sorgen gemacht. Aber offensichtlich war es ihnen einfach zu kalt, Auch Pfirsiche haben ihr Blütenkleid angezogen und lassen uns auf eine reiche Ernte hoffen.

     

     

     

     

     

    Letztes Jahr war die Pfirsichernte nicht so üppig. Jetzt kann nur noch eine Frostnacht die ganze Pracht und Hoffnung zerstören. Das kam in den letzten Jahre auch mehrfach vor, sodass die Obsternte dann spärlich ist oder ganz ausfällt.

     

  • GemüseheldInnen

    Dieser Tage bin ich im Fernsehen über einen Film gestolpert, der die Aktivitäten der Gemüseheldinnen in Frankfurt dokumentiert. Ein sehenswerter Film in der Mediathek hier zu finden, der zeigt, was wenige Menschen mit Mut und einem unerschütterlichen Ziel erreichen können.

    Auf Ihrer eigenen Webseite GemüseheldInnen Frankfurt erfährt man mehr über die MitmacherInnen und Ihre Ziele und was sie schon erreicht haben, aber auch was sie noch erreichen möchten.

    Ach ja und ein Buch über Urban Farming haben die Gründerinnen auch noch geschrieben. Hier gehts zum Verlag.

    Ein Film der Spaß macht zum Ansehen und eine Webseite, die man gerne mal besuchen sollte.

     

    Bild von Lubos Houska auf Pixabay

  • Prix Climat 2022 – Schweiz

    Heute bin ich mal wieder über eine informative und schön gemachte Seite gestolpert. Die Klima-Allianz Schweiz hat die Initiative Prix Climat 2022 gestartet.

    Der Prix Climat wird von der Klima-Allianz am 10. März 2022 an innovative Landwirt*innen vergeben. Für die Preisverleihung sind 6 Betriebe nominiert, die klimafreundliche Landwirtschaft betreiben.

    Auf der Webseite des Prix Climat  finden sich gut aufbereitete Informationen zum Thema Klima und Landwirtschaft. Der Prix Climat zeigt aber auch Lösungen auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Landwirtschaft. 6 Nominierte werden auf der Seite, mit jeweils einem kurzen Film und ergänzenden Daten vorgestellt.

    Jeder der Nominierten hat eine eigene Art, das Thema Klima und Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Für mich am interessantesten war zu sehen, dass auch sehr kleine Höfe nicht nur einen Beitrag zum Thema Klimaschutz leisten, sondern eine Nische gefunden haben, in der auch diese kleinen Höfe eine Chance haben. Auch in Deutschland gibt es genügend Kleinsthöfen, denen in der Regel von der Agrarindustrie die Existenzberechtigung abgesprochen wird.

    Alles in allem eine Seite die es lohnt mal angesurft zu werden.

     

     

     

  • Traurige Zeiten

    Es sind traurige Zeiten und die Empörung eines Menschen mag nicht gehört werden. Aber weil mich gerade so vieles aufregt, möchte ich meine Stimme erheben. Eigentlich möchte man ja nur noch schreien “Gehts noch?”

    Wieder ein Krieg mitten in Europa. Denen, die heute so erstaunt tun, als sei das etwas völlig Neues, sein bitte daran erinnert, dass die Einverleibung der Krim oder 2014 die Annektion bzw. die Installation der separatistischen »Volks­republiken« in Donezk und Luhansk, die fast vollständig von Russland abhängig sind, die seit 2014 diktatorische, quasi-staatliche Strukturen aufgebaut haben auch mit Krieg bezeichnet werden kann.

    Der Jugoslawien-Krieg wird wenigstens so genannt und dauerte noch vor nicht einmal 25 Jahren an, mit unendlichem Leid für die Bevölkerung und unter Einsatz von Nato-Truppen.

    Krieg in Europa, auch in den letzten Jahrzehnten Realität.

    Beschämend finde ich die Reaktionen auf die erneute Eskalation eines machthungrigen Diktators, mit dem jahrelang aus wirtschaftlichen Interessen Kuschelkurs gemacht wurde,

    “Wer mit dem Teufel tanzt, braucht feuerfeste Unterhosen”

    Wie clever die Einschätzung eines Herrn Putin in Deutschland ist, zeigten die Äußerungen des Marinechefs Schönbach “Die Halbinsel Krim ist weg, sie wird nicht zurückkommen.” Den von westlichen Staaten befürchteten Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine bezeichnete er als “Nonsens”. Was Russlands Präsident Wladimir Putin wirklich wolle, sei “Respekt auf Augenhöhe”, sagte der Vizeadmiral. “Es ist leicht, ihm den Respekt zu geben, den er will – und den er wahrscheinlich auch verdient.”

    Dafür musste er zwar in den Ruhestand, weil das nicht opportun war, aber es zeigt auch, welchen Kurs Deutschland gegenüber Diktatoren fährt, wenn es wirtschaftlich opportun ist.

    Immerhin haben linke Politiker wie Sahra Wagenknecht inzwischen eingeräumt, dass sie sich in Sachen Putin geirrt haben.

    Nun bin ich kein Freund von Amerika und kein Gegner von Russland. Das mag sich zwar für manche Journalisten gut anfühlen, wen sie so einfach zwischen schwarz und weiß unterscheiden können. Fakt ist aber, dass es ein stetig wachsende Zahl an Diktatoren auf diesem Planeten gibt, denen keiner Einhalt gebietet außer es geht ums so wichtige Dinge wie Öl (siehe Irak/ Iran Krieg(e))

    Und Deutschland? Deutschland ist mitten drin und gerne dabei. Wenn Bolsonaro einen wichtigen Teil des Erd-Ökosystems killt, dann ist das zwar doof, aber das Palmöl, das als Bio-Diesel dem Sprit beigemischt wird,  gerne importiert. Aus ökologischen Gründen, man könnte  lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Der chinesische Diktator darf auch gerne machen, was er gerade lustig findet. “Chinas Uiguren-Politik gleicht einem stillen Völkermord: über eine Million willkürliche Internierungen, Folter, Zwangsarbeit, Kulturvandalismus, Umerziehung von Kindern und Erwachsenen, Zwangssterilisierungen. Die Region Xinjiang, die nur noch dem Namen nach autonom ist, steckt im eisernen Würgegriff Pekings (arte.tv)”

    Das ist zwar auch böse, aber wir brauchen ja China als Absatzmarkt, als Werkbank als Chiplieferant als was auch immer. Wirtschaft recht fertig offensichtlich alles und  wenn sich das Gewissen ja doch mal rühren sollte, kann man ja gerne für eine NGO spenden.

    Ach ja und wenn Ex-Bundeskanzler gute Kumpels mit Diktatoren sind und gerne auch deren Jobs machen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende 55 % eines Energieträgers von diesem Kumpel bezieht.

    Gehts noch? Nein, es geht schon lange nicht mehr. Diejenigen, die das Land regieren sollten, gefallen sich in blassen Auftritten und salbungsvollen Worten. Das Verständnis dafür, dass wir alle auf einem Planeten leben, kommt im Denken dieser Menschen nicht vor. Wir sitzen in einem kleinen Ruderboot und vorne macht einer ein Loch in den Boden. Die hinten sitzen zucken mit der Schulter und erzählen dem Rest, dass, der das ja darf, denn es ist ja “seine” Seite.

    Es gibt kein Land, das einem Politiker gehört. Es gibt keine Ressource, die das Eigentum von jemand ist. Es gibt nur brutale Menschen, die sich mit Gewalt nehmen, was ihnen gerade gefällt und sich einen Scheiß um die Anderen kümmern.

    Menschenrechte sind Menschenrechte und können nicht beliebig je nach Wetterlage interpretiert werden. Wer nicht den Arsch in der Hose hat Entscheidungen zu treffen und diese auch umzusetzen, sollte nicht Politiker werden. Wer zudem Einscheidung trifft, die andere ausbaden müssen, der hat sich als Führungskraft völlig disqualifiziert.

     

    Quellen:
    https://www.swp-berlin.org/10.18449/2019S03/
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/admiral-schoenbach-ruecktritt-103.html
    https://www.arte.tv/de/videos/100174-000-A/china-das-drama-der-uiguren/https://www.arte.tv/de/videos/100174-000-A/china-das-drama-der-uiguren/

    Bild von Stefan Keller auf Pixabay