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Die Erfindung des ökologischen Fußabdrucks

In einem Artikel vom 23. August 2021 für den Guardian weist die Autorin Rebecca Solnit darauf hin, dass der Begriff “Ökologischer Fußabdruck (carbon footprint)” von BP in das öffentliche Bewusstsein gerückt wurde. Dazu wurde die PR Firma Ogilvy & Mather beauftragt. Sie sollte und hat das ja auch erfolgreich geschafft, den Menschen klarmachen, dass nicht die großen Ölkonzerne, sondern jeder Einzelne für den Klimawandel verantwortlich ist.

Bereits 2004 wurde der CO₂ Fußabdruck Rechner von BP veröffentlicht. Hier wird der Benutzer angehalten seinen CO2-Ausstoß zu berechnen und freundlicherweise wird dann gleich auf eine Seite verlinkt, mit der man dann den CO2-Ausstoß kompensieren kann.

Die Kompensation Ihrer jährlichen Reiseemissionen ist schnell, einfach und erschwinglich. Geben Sie uns einfach Ihr Fahrzeug, Ihren Kilometerstand und alle Flüge an, die Sie unternommen haben, und unser Rechner wird Ihren CO2-Fußabdruck für Sie ausrechnen.

Sobald Sie Ihren Fußabdruck haben, können Sie ihn ausgleichen. Indem Sie ihn ausgleichen, tragen Sie dazu bei, Projekte zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes auf der ganzen Welt zu finanzieren.

Indem Sie Maßnahmen ergreifen, um Ihren CO2-Fußabdruck auszugleichen, erwerben Sie von bp Target Neutral Emissionsgutschriften, die wir in Ihrem Namen einlösen. Die Gutschriften stammen aus einer Reihe von Projekten zur Reduzierung oder Vermeidung von Kohlenstoffemissionen auf der ganzen Welt.

Das ist gut vermarkteter Ablasshandel im 21. Jh.

Wie schreibt Rebecca Solnit:

Der Hauptgrund, gegen die fossilen Brennstoffkonzerne vorzugehen, ist, dass ihre Produkte den Planeten zerstören, aber ihre heimtückische Propaganda, von der Leugnung des Klimawandels bis hin zur Förderung des Geschäfts mit dem Klima-Fußabdruck, macht dieses Ziel noch lohnender für die Konzerne.

Kohlenstoff-Fußabdrücke sind in aller Munde, und ich sehe in den sozialen Medien regelmäßig Leute, die auf die individuellen Konsumgewohnheiten eingehen, wenn das Klimachaos diskutiert wird. Bill McKibben argumentierte 2008 gegen sie:

Nehmen wir an, Sie haben einen bestimmten Betrag an Zeit und Geld, mit dem Sie etwas verändern können – nennen Sie ihn x, denn so nennen wir Mathematiker die Dinge. Der Trick besteht darin, dieses x durch Multiplikation zu erhöhen, nicht durch Addition. Der Trick besteht darin, die 5 Prozent der Menschen, die sich wirklich engagieren, dazu zu bringen, dass sie weit mehr als 5 Prozent ausmachen. Und der Trick dabei ist die Demokratie.

Natürlich kann und soll jeder Einzelne auf sein Handeln achten und sich auch dafür verantwortlich fühlen. Aber die Aktivitäten des Einzelnen sind nicht ausreichend um das System zu verändern oder deutlicher noch “die Katastrophe” zu verhindern

Große Veränderungen brauchen die gewaltige Kraft der Demokratie, in der wenige eine Veränderung der Politik erreichen können. Fridays for future hat gezeigt, dass wenige Menschen ein wichtiges Anliegen in das Bewusstsein der Menschen bringen können und die Politiker sich gezwungen sehen dem veränderten Bewusstsein Rechnung zu tragen.

Bedauerlicherweise ist das derzeit immer noch Reden und Schwafeln anstatt endlich ins Handeln zu kommen. Selbst das oberste Gericht in Deutschland hat den derzeit “nicht handelnden” Politikern bestätigt zu wenig zu tun und es auf zu spät zu verschieben.

 

 

 

 

 

ippc Studie zur Klimaerwärmung

Für kurze Zeit ist wieder die Klimaerwärmung in den Medien. Der Grund dafür ist der ippc Report zur Klimaerwärmung in den Folgen für die Menschen. Für alle die nicht wirklich wissen was das ippc ist, hier die Erklärung von der Webseite des ippc:

The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) is the United Nations body for assessing the science related to climate change.

Der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) ist das Gremium der Vereinten Nationen zur Bewertung der Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Hier ist der Link zu dem Report und auch zu den Zusammenfassungen und weiteren Daten.

Sehr informativ ist der interaktive Atlas der einem bildlich die Veränderungen darstellt die auf die Menschen in definierten Regionen zukommt.

 

India’s water revolution

India’s water revolution ist eine Serie von kleinen Filmen über Lösungen der Wasserprobleme in Indien. Gemacht wurden die Filme von Andrew Millison einem Permakultur Lehrer, der auch den kostenlosen online-Kurs der OSU leitet.

Die Filmreihe zeigt Beispiele wie Trockenheit, Überflutung bei starken Regenfällen, Erodierung von Ackerboden gelöst werden können. Meist mit einfachen Mitteln werden die Beispiele leicht verständlich erklärt.

Andrew Millison begeistert mich immer wieder, denn er ist einer der wenigen Lehrer die sehr auf ihre Sprache achten um den Inhalt verständlich zu transportieren.

Hier die Playliste auf YouTube.

 

 

 

Alternative zu Google

Wen Google wegen Cookie fragen nervt oder alles beherrschenden Konzernen skeptisch gegenüber steht, für den gibt es jetzt Qwant eine Suchmaschine die Privatsphäre respektiert

. Lebt natürlich auch von Werbung aber das ist OK so lange man nicht meine Suchdaten verwendet, um noch gezieltere Werbung zu schalten oder mein Profil zu verkaufen.

Quant mag in manchen Fällen nicht so gut sein wie Google schneidet aber auch in Vergleichen sehr gut ab.

Veredelungsunterlage

Wenn man Obstbäume kauft, dann sind diese in der Regel veredelt. Das heißt, dass die gewünschte Sorte auf einer sogenannten Unterlage aufgepfropft wurde. Die Größe des Baumes und die Geschwindigkeit in der er wächst ist dann nur abhängig von der Unterlage.

Meist wird die Unterlage auf dem Etikett angegeben oder die Baumschule kann einem Auskunft geben.

Hier eine Übersicht über die gebräuchlichen Unterlagen (geordnet nach der Wuchshöhe)

schwachwachsende Gruppe (Spindelerziehung, 0,4 bis 0,5 m Stammhöhe)

M9
M26

mittelstark wachsende Gruppe (Buschbäume, Stammhöhe 0,6 m bis 0,8 m)

MM 106
M7
M4

stark wachsende Gruppe (Halbstämme 1,2 m bis 1,4 m)

M25
A2

sehr stark wachsende Gruppe (für Hochstämme, Stammhöhe ca. 1,8 m)

Sämling

Zeigerpflanzen

Zeigerpflanzen sind Pflanzen die einen Anhaltspunkt zur Beschaffenheit des Bodens geben. Löwenzahn zeigt stickstoffreichen Boden an, zeigt aber auch schweren, oder verdichteten Boden an Stiefmütterchen  können ein Zeichen für kalkarmen Boden sein

Eisheilige

Der Begriff geht auf auf alte Bauernregeln zurück und bezeichnet eine mögliche Kälteperiode um die Heiligen :Mamertus, Bischof von Vienne – 11. Mai, Pankratius, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai, Servatius, Bischof von Tongeren – 13. Mai, Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai, Sophia, frühchristliche Märtyrin und Mutter dreier geweihter Jungfrauen – 15. Mai, herum.
Frostempfindliche Pflanzen werden daher in der Regel erst nach den “Eisheiligen” ins Freie gesetzt.

F1-Hybriden

Der Begriff F1-Hybriden stammt aus der Vererbungslehre (Mendel – der mit den Erbsen) und bedeutet dass es die erste Tochtergeneration (Filialgeneration daher das F) aus einer Kreuzung von Vater- und Mutter-Pflanzen ist. Das Problem ist nun, dass wenn man Samen aus diesen Hybriden gewinnt, die Eigenschaften der neuen Pflanzen keineswegs etwas mit der Pflanze zu tun haben muss aus der man das Saatgut gesammelt hat. Wenn man also immer die Eigenschaft haben will muss man immer wieder neues Saatgut kaufen.

Humus

Humus ist abgestorbene organische Bodensubstanz. Es ist die oberste Schicht unseres Gartenbodens. Diese organischen Bestandteile sind wichtig für das Wachsen und Gedeihen unserer Pflanzen. Ohne Humus kein Gartenbau. Daher sorgen vorausschauende Gärtner nicht nur für den Erhalt sondern auch für den Aufbau einer Humusschicht.

Hügelbeet

Hügelbeete sind aufgeschüttete Beete die im Inneren einen Kern aus mehr oder minder zerkleinertem organischen Material haben. Durch die Hügelform vergrößert sich die Anbaufläche. Weiter bilden sich bei richtiger Anlage Kleinklimazonen die unterschiedlichen Pflanzenbedürfnissen gerecht werden.

Einige Autoren beschreiben die Möglichkeit jegliches organische Material, sogar Stoff, Pappe und organischen Müll,in den Kern einen Hügelbeetes einzubringen. Bei solchen Experimenten sollte man jedoch auf eine mögliche Kontamination mit Schadstoffen tunlichst achten.

 

Kritisch erachte Ich, dass Mäuse gerne die lose geschichteten Zweige und Äste als Unterschlupf verwenden und sich dort ausgesprochen wohl fühlen.